• Krank vom Geburtstag

    Wenn es doch wenigstens so wäre. War es aber nicht, war nur zeitlich zusammenhängend. War Geburtstag meiner Schwester in bei Würzburg. Sind wir hingefahren. War auch eigentlich kein schlechtes Wetter. Sind wir wandern gegangen. Hatte ich schon so ein schlechtes Gefühl. Wurde aber wieder besser. War abends dann Party. Bin ich irgendwann ins Bett und geschnaubt wie ein sibirischer Schnaubdrache. Also dolle.

    Dachte ich na toll. NA TOLL. Hat sich dann während der Rückfahrt wieder gegeben. Dachte ich. War auch so. Aber pünktlich abends ist der Schnupfen dann zurückgekehrt, die Nacht geblieben und mich vom Schlafen abgehalten. Rufe ich heute früh so an, dass ich wohl nicht arbeiten gehe. Erfahre ich, das die anderen auch krank sind. Na dann kann es ja nur besser werden.

  • Hose vergessen

    Ich habe ja schon des öfteren Trainer bei uns im Ju-Jutsu vertreten. Auch schon aus den verschiedensten Gründen: Urlaub, krank, arbeiten, weissdergeierwas noch. Aber gestern ist noch was neues dazugekommen. Da hatte der diensthabende seine Hose vergessen. Stand zwar nicht halbnackig vor uns, aber mit Straßenhose. Hat mich extra vorher bei Seite genommen und gesagt, dass es ihm furchtbar peinlich ist und er sich nicht gut fühlt in der Hose und deswegen das Training jedenfalls teilweise an mich zu übergeben. Hat die erste knappe Stunde gemacht und dann an mich übergeben und ist nach Hause gegangen.

    Das komische daran. Es war ihm nicht zu blöde, die erste Stunde zu unterrichten und das hat er vorher schon gewusst?

  • Werbung, die zieht

    Eigentlich ist das Thema abgelatscht wie die Sohlen meiner Kinderschuhe, aber was ich gerade auf der Wetterseite gesehen habe, war einfach an Ironie nicht zu überbieten.

    Die Aktion Deutschland hilft wirbt um Spenden mit einem indonesischen Kind, deren Mutter ihre Hand auf seine Stirn hält. Die Spendenadresse und das Bild wechseln sich ab. Just in dem Moment, als gerade das herzerweichende Bild eingeblendet wird, erscheint im optisch nicht klar abgegrenzten Werbefenstter direkt darüber der Hinweis: "Die perfekte Geldanlage für Frauen" Ich denke mir: Klar, wenn einer was für die armen Kinder spendet, dann die Frauen. Und noch bevor ich diesen Gedanken hinterfragen kann, löst sich der Schriftzug auf und es erscheint: Ein Schuh! Ein Frauenschuh! Ja wie soll denn irgendeine Frau, die gerade das arme indonesische Kind gesehen hat, jetzt einen Schuh kaufen wollen?

    Ich wende mich wieder zum Wetter.

  • Bowling wie Baseball

    Ja, zugegeben, ich habe von Baseball keine Ahnung, aber irgendjemand zählt da in irgendeinem üblest ursten Film Strike 1, Strike 2, Strike 3.

    Und das ist mir jetzt beim Bowling gelungen. Und nicht nur irgendwie, sondern direkt ganz am Anfang. Schuhe umgezogen, Kugel in die Hand genommen - Strike. Gefreut, hingesetzt, gewartet. Kugel in die Hand genommen (selbstverständlich die gleiche) - Strike. Tschuldigung gesagt, hingesetzt, gewartet. Endlich ein Spare bei den Mitstreitern. Wieder dieselbe Kugel genommen - Strike. Spießrutenlaufen durch die Blicke der Anderen. Die Blicke der Anderen - schon wieder ein Oscarverdächtiger Titel.

    Jedenfalls war der Zauber dann gebrochen und ich hab genauso danebengeschossen wie immer und alle anderen auch, aber der Vorsprung war mir sicher. Und das Erlebnis, das Erlebnis erst recht.

    Hab dann noch eine Wette aufs Lücke treffen gegen meine Mutter verloren. Sie hat die Lücke getroffen. Das war es aber wert.

  • ZWEITER DAN

    Ich habe es endlich geschafft, nachdem der erste Versuch vor vier Jahren gescheitert ist. Diesmal sogar ohne Wackeln und Stolpern, sondern mit lobender Erwähnung seitens der Prüfungskommission. Hat auch alles geklappt. Zwar musste ich wie alle zwischendurch an den Prüfertisch und mir einige interessante Dinge sagen lassen. Zum Beispiel, nicht in die Luft zu gucken. Dabei wollte ich nur gerade stehen. Aber es ging ja alles gut. Es dauerte zwar manchmal ein wenig, bis die Prüfer wussten, welche Technik gerade dran war, aber wir konnten uns dann immer darauf einigen, dass ich das gleiche zeige wie der vor mir, der ging ja schließlich auch zum zweiten Dan.

    Und dank meiner liebsten und der digitalen Technik konnte ich mir das alles auch schon angucken und muss sagen: War schon schön. Ein bisschen mehr Körperspannung hier und bessere Technikbetonung da, dann passt das auch in drei Jahren mit dem dritten Dan. Am liebsten hätte ich die Prüfung in etwa 4 Wochen, jetzt wo ich grad so drin bin.

    Zum allgemeinen: alle haben bestanden. Das heißt, es gibt zwei neue 4. Danträger, einen 3., zwei zweite, zwei erste Dane, drei erste Kyus glaube ich und noch drei Blaugurte.

    Unter den Braungurten auch unser aller Detlef.

  • Winterräder

    Da es ja jetzt Schnee gibt, brauchen alle auf einmal Winterräder. Deswegen habe ich es gar nicht erst in einer Werkstatt versucht, sondern die Prozedur selbst vorgenommen. Also nicht ganz selbst. Hab mir an der ersten Radmutter zeigen lassen, wie es geht. Und praktische Tips zur Anwendung des Wagenhebers erhalten. Hab ich dann auch alles so gemacht, wie es da drin stand. Quatsch, stand ja gar nicht drin, hab ich einfach so gemacht. Hab auch bloß einmal eine Mutter fallen lassen. Aber gleich wieder gefunden. Hat sich Murphys Gesetz nicht bewahrheitet:

    Was immer du während der Reparatur eines Autos fallen lässt, wird genau unter die Mitte des Fahrzeuges rollen.

    Naja, war ja keine Reparatur. Hat super geklappt. Brauch nur noch Kreide zum Beschriften.

  • Schnee!

    Ja ich weiß es ist kalt und ungemütlich draussen und nass zudem noch und man hat sich noch gar nicht umstellen können, aber he! Es schneit!

    Und das allein ist doch schon ein Grund, Freude und Frohsinn in die Herzen einziehen zu lassen, denn was gibt es schöneres, als aus dem Fenster zu sehen und die Flocken tanzen zu sehen. Seien es nun die Fenster des Büros, der Straßenbahn, des Haltestellenhäuschens oder welch auch immer. Schneefall ist toll. Schneefall ist toll. Schneefall ist toll.

  • Hochseilwaldgartenbad

    In Klotzsche gab es mal ein Waldbad. Jetzt gibt es da nur noch Wald. Das hängt wahrscheinlich mit der Desertifikation zusammen. Jedenfalls machten sich findige Natur- und Spaßliebhaber ans Werk, an der selben Stelle den Waldseilpark Klotzsche aus dem Boden zu stampfen. Da gibt es die mittlerweile schon fast als "üblich" zu bezeichnenden Attraktionen wie Brücken in allen Formen und Varianten, Sprünge von Ast zu Ast, keine Autoreifen und ein Netz zum entlang klettern. Doch damit nicht genug.

    Es gibt Seilbahnen! Viele Seilbahnen! Huiiiih, das macht Spaß. Huuuiiiih, gleich nochmal. Und einen Schlitten. Zum draufsetzen. Und rüberrutschen auf zwei Seilen. Schlittenfahren im Sommer. Dazu noch Snowboardfahren im Sommer, auf die gleiche Weise. Also, wer mal hinwill.

    Der Kletterwald

    Und meine allerliebste hat alles mitgemacht, trotz anstrengend und Höhenangst und kleiner als ich. Ich bin ja so stolz auf Dich.

  • Spiegel

    Wir hatten mal einen Spiegel. Ach was sag ich, einen Spiegel! Wir hatten eine Spiegelwand. Bei uns in der Halle. Damals noch, als wir die Halle von den Tänzern übernommen hatten. Ist aber jetzt weg. Dafür gibt es Zwischenwände, um irgendwelche Rohrleitungen abzudecken. Aber den Spiegel gibt es nicht wieder. Dafür ist kein Geld da. Nur für die komischen Wände, die keiner braucht, zahlt das Land Sachsen. Für Spiegel nicht. Ist nicht beantragt. Warum eigentlich nicht?

  • Überraschung!!!

    Wie von gut unterrichteten Greisen gemeldet wurde, haben erfahrene Koalitionsgesprächsbeobachter festgestellt, dass das mit der Steuersenkung gar nicht so einfach werden könnte.

    Die haben gemerkt, das das Geld kostet. Mir ist auch vollkommen klar, dass die das vor den Wahlen noch nicht wissen konnten. Woher denn auch? Dann leitet die böse, böse EU jetzt auch noch ein Defizitverfahren gegen Deutschland ein, weil die große Koalition so viele böse Schulden gemacht hat. Auch das konnte natürlich keiner der beteiligten Partner der neuen bürgerlichen Koalition der Mitte wissen. Was sind die überrumpelt worden.

    Und was fällt einem "renomierten Wirtschaftswissenschaftler" in den Nachrichten dazu ein. "Da muss man eben auch die Ausgabenseite im Blick behalten" Ach ja, die Regierung wird ja auch Geld ausgeben müssen. An die ganzen Arbeitslosen. Ja die kriegen doch eh schon zuviel, Arbeit muss sich ja wieder lohnen! Wie es auf dem Wahlplakat stand. Vielleicht könnte man dan einen großen Appell an die Vernunft der Bürger starten, in nachbarschaftlicher Hilfe die gesenkten Sozialausgaben mit den gesparten Steuergeldern privat gegenzufinanzieren. Denn eigentlich müssten wir das ganze doch auch ohne Staat hinbekommen, oder?

    Am besten noch gleich heute ans Sozialamt spenden!

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